Bericht Aus Info 110, Juli 2002

Bericht als Word- Dokument : info110.doc

Der Spitfire-Club-Berlin ist am 13.April 2002 zwanzig Jahre alt geworden!


Von Birgit Kraft

Unglaublich-wenn man bedenkt wie schnellebig unsere Zeit geworden ist. Immerhin ist die Autorin auch schon im neunten Monat, nee...meine natürlich: schon im neunten Jahr dabei!

An dieser Stelle mal ein herzliches Dankeschön an meine überwiegend männlichen Club-Kameraden, dass sie mich so lange an ihrem Stammtisch "geduldet" haben!

Da sich unsere gemeinsamen Club-Aktivitäten sehr in Grenzen halten, was ja auch verständlich ist, da jeder noch andere Hobbys, bzw. Familie hat, ist es um so erfreulicher, dass wir doch tatsächlich anlässlich unseres Club-Geburtstages ein mehrtägiges Fest auf die Beine gestellt haben.

Wie zu vermuten war, gab es im Vorfeld zwei große Probleme:
a) wer beteiligt sich an den Vorbereitungen und stellt sich als Helfer zur Verfügung? und
b) eine Örtlichkeit finden

Die große Unbekannte bei solchen Veranstaltungen ist wohl immer die Teilnehmerzahl. Das Olympiastadon zu mieten, wäre wohl doch etwas zu überheblich gewesen, der Vorgarten von Tante Frieda hätte unter Umständen zu eng werden können. Außerdem müssen auch die Spitis einen angemessenen, möglichst sicheren Platz für die Nachtruhe bekommen.
Alle Campingplätze die uns einfielen kamen nicht in Frage, weil zu unkomfortabel (schließlich sind die ehemals genügsamen Spitfire-Piloten inzwischen zum Teil doch anspruchsvoller in Punkto Übernachtung und Körperhygiene geworden!).

Endlich hatten wir den geeigneten Ort gefunden: zwar außerhalb Berlins, aber dafür in äußerst schöner und bekannter Gegend: eine Jugendherberge im Spreewald! Wir machten uns sogar in Formation auf, um die Örtlichkeiten zu besichtigen und Club-Kameraden begannen mit der Organisation und Terminabsprache mit dem Herbergsvater.

Aber das wäre ja viiiel zu leicht gewesen!
Aus mir nicht mehr gegenwärtigen Gründen gab es plötzlich doch Einwände gegen den Standort und wir entschieden uns relativ kurzfristig um.

So kam es also, dass wir nach Alt-Töplitz zogen. Ein kleiner Ort nahe Berlin, wo wir schon mehrmals unsere Weihnachtsfeiern im Landgasthaus gefeiert hatten. Dort gibt es Bungalows und auch Zeltplätze, einen Parkplatz und eine auch sehr nette Landschaft (man will ja seinen Gästen auch noch etwas anderes bieten außer Suff und Dusche!)

Sicherlich gab es auch gegen diesen Standort berechtigte Einwände, aber die Zeit rannte uns davon, neue Vorschläge gab es nicht und nun mussten endlich mal Nägel mit Köpfen gemacht werden! Als nun endlich die Einladungen weggeschickt waren (etliche Diskussionen mussten geführt werden, ob wir nur ehemalige Clubmitglieder oder auch andere Clubs einladen sollten, da natürlich zu befürchten war, dass uns die ganze Geschichte über den Kopf wächst und wir schlussendlich nur sechs Männekiens waren, die bereit waren, die anfallenden Arbeiten zu übernehmen!) konnte mit der Feinplanung begonnen werden.

Mit dem Wirt musste über das Essen an zwei Tagen und über die Bungalows verhandelt werden. Als Geschenk an unsere Gäste einigten wir uns auf eine Live-Band (wofür der Vorschlag "Freibier" wieder verworfen wurde). Ein Multimedia-Raum mit Videos und Dia-Show wollte organisiert werden. Der Autorin wurde der Kassenwart zur Seite gestellt (woraufhin sofort die wildesten Gerüchte kursierten, hihi...) um eine "Rallye" zu organisieren. Die Idee, diese durch die Innenstadt Berlins zu führen, musste ich aber entschieden ablehnen, da ich die Teilnehmer abends doch gerne wieder zum Essen, Trinken und Feiern zurückerwarten wollte und es als unhöflich empfunden hätte, sie eventuell tagelang durch die große wilde Stadt irren zu lassen.

So hatten wir viel Spaß bei der Erkundung der Gegend, beim Aussuchen guter und landschaftlich attraktiver Straßen und beim Ausdenken von Fragen und Spielen.

Da ich selber schon an einigen vergleichbaren Veranstaltungen anderer Clubs teilnehmen konnte, war es für mich um so spannender, diesmal als Veranstalter dabei zu sein. Unsere Befürchtungen, von zu zahlreichen Gästen überrannt zu werden, traten zum Glück nicht ein. Was zum Teil wohl daran lag, dass es zeitgleich noch andere Spitfire-Treffen gab, und dass es doch vielen Spitis aus dem Süden Deutschlands nicht vergönnt sein wird, die Brandenburgischen und Berliner Straßen zu erkunden, da ihre Besitzer/Fahrer/Beifahrer/Sponsoren die lange Anreise scheuen.
Löbliche Ausnahmen gibt's allemal: zum Beispiel Silke und Helmut aus dem Märkischen Kreis, die von unserem Treffen gleich weiter nach München, zum Gardasee und nach Österreich gefahren sind (Hallo! Seid ihr wieder gut zu Hause angekommen, du wolltest mir doch mailen!!?).

So blieb es ein überschaubares, familiäres Treffen ohne größere Pannen, aber mit viel Spaß!

Dieser fing eigentlich schon am Freitagnachmittag damit an, dass wir unter unserem Begrüßungspavillon auf dem Parkplatz saßen, in freudiger Erwartung unserer Gäste und Detlev irgendwann auf die Idee kam, doch schon mal den Begrüßungs-Obstwein zu probieren (man muss ja schließlich wissen was man anbietet!). Da wir verschiedene Sorten hatten, musste natürlich auch JEDE probiert werden! Wußte gar nicht wie lustig Obstwein aus Werder macht!! Überhaupt nicht lustig war mir am nächsten Tag zumute! Nicht wegen der Kopfschmerzen, wie ihr jetzt vielleicht denkt, nöö--- der Obstwein macht solche Beschwerden nicht, aber vielleicht das eine oder andere Bier danach??

Was ich meine: die Tatsache, dass Frank und ich uns am ersten Kontrollpunkt unserer Orientierungstour aufgebaut hatten, um den Teilnehmern Punkte zu erteilen dafür, dass sie ein supereinfaches Puzzle machen. Aber es kam niemand! --Der Alptraum jedes Rallye-Organisators! Hatten sich alle bereits am Anfang verfahren?

Ein Anruf beim "Starter" (ein Hoch auf das Handy-Zeitalter!!!) beruhigte uns: Die Bielefelder, die in Poolposition standen, hatten ein technisches Problem, aber das kann ja einen alten Spitihasen nicht erschüttern! Die Tour verlief dann im Weiteren ohne größere Probleme, selbst die Eier beim Eierlauf blieben, bis auf eines, heil (Triumph-Fahrer sind wohl sehr vorsichtige Menschen, was Jenny und Karsten vielleicht etwas den Spaß minderte! ? ).

Die Fähre ging nicht unter, und die Aufgabe, ein gekochtes Ei mitzubringen, war für die meisten viel zu einfach, denn ein richtiger Camper hat selbst im Spiti einen Kocher dabei, gell Helmut! ? Stefan und Ines haben allerdings die Erfahrung gemacht, dass der Motorraum eines Mercedes (im Gegensatz zum Spiti) nicht dazu geeignet ist ein Ei hart zu bekommen.

Mein persönliches Fazit: es war ein sehr lustiges, fröhliches Wochen-nde, es gab freudiges Wiedersehen und interessantes Kennenlernen, Verabredungen zu anderen Treffen, und Erfahrungsaustausch. Unsere Clubmitglieder sind wider Erwarten nicht zerstritten, sondern wir planen sogar schon ein Deutschlandtreffen zum 25jährigen Jubiläum! Was will man mehr??

Ein großes Dankeschön hiermit an alle die zum guten Gelingen unserer Geburtstagsfeier durch tatkräftige Hilfe, originelle Ideen, oder einfach gute Laune beigetragen haben!

Erwähnen möchte ich noch, dass es doch tatsächlich einige Clubmitglieder gibt, die schon seit Clubgründung dabei sind und dass wir uns gerade in neuester Zeit wieder über neue Mitglieder und interessierte Stammtisch-Besucher freuen.

Nicht zu vergessen Patrick, der die Club-Gründung seinerzeit überhaupt erst ins Rollen gebracht hat! (Ihm verdanke ich mein erstes original Spitfire-Bier!)

In der Hoffnung, dass es allen unseren Gästen genauso viel Spaß gemacht hat wie uns, und dass wir uns bald mal bei einem Treffen wiedersehen!

Birgit 767



These pages are maintained by J. Bruechert.
Please send comments, additions, & errors to juergen@triumph-spitfire.de.
Copyright © 1999- 2003 1. Spitfire Club Deutschlands