Bericht Aus Info 115, Oktober 2003

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Oldtimerausstellung im Citti-Park Lübeck vom 22.4.-3.5.03


Von Andrea Krüger

Gedacht war, diesen Zeitraum mit anderen Clubs aus dem norddeutschen Raum zu teilen, aber leider hatte wohl keiner Zeit oder Lust sich zu präsentieren. Also haben Ulli und ich mehr oder weniger alleine diese Zeit dort in trauter Zweisamkeit mit den schönen Autos verbracht. (Naja, nicht ganz richtig, schließlich haben Hans-Jörg und Jacqueline uns auch tatkräftig unterstützt und Hans-Jörg ist ein echtes "Standtalent"). Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, was man in der Zeit übereinander erfahren kann und da die Einkaufsmall wirklich gut frequentiert wird, haben wir uns hin und wieder auch die eine oder andere Milieustudie erlaubt!!
Der Citti-Park hat uns wirklich toll unterstützt, nicht nur das wir die Flächen kostenlos nutzen durften, sie hatten uns auch noch einen tollen Stand mit Jalousien aufgebaut. (Hier seht ihr Jogi hinter unserem Stand)
Wir hatten es uns dort richtig gemütlich gemacht. Das Rover/MG Autohaus in Lübeck hatte uns einen tollen dunkelgrünen Teppich (wegen der Schmutzempfindlichkeit nicht für Wohnräume zu empfehlen) geliehen und Hans-Jörg hatte seinen alten nostalgischen Kühlschrank (der so klasse kühlt, das wir Sektsorbet hatten, nicht Ulli?!) und einen PC mit Bildschirm für die Demonstration unserer Homepage (vielen Dank auch an Jürgen) nach Lübeck abkommandiert. Von Jürgen Hoeschele bekamen wir das Hinterachsmodell zur Ansicht und laminierte Prospekte und Jogi aus Bremen hat uns mit Fahnen, laminierten Prospekten, Werkzeug und natürlich seinem persönlichen Einsatz geholfen.
Sinn und Zweck dieser Veranstaltung war es für uns hier im Norden mal für den Club an die Öffentlichkeit zu gehen und zu zeigen, das wir im Club ganz normale Menschen sind und dieses Hobby erschwinglich ist und außerdem den Leuten die Angst vor sog. "Clubklüngelei" und "Vereinsmeiereien" zu nehmen.
Am ersten Tag tauchte dann ganz spontan noch unser Mitglied Rene auf und stellte uns sein Auto auch zur Verfügung, leider hat er den mittlerweile verkauft. Rene hat uns dann auch recht häufig besucht, natürlich auch um nach seinem Spitfire zu sehen und das eine und andere Verkaufsgespräch zu führen. Wir haben wirklich viele interessante Gespräche geführt und nette Leute kennengelernt. Viele Schweden, Norweger und auch Finnen standen doch immer wieder ganz begeistert vor den Autos. Anfragen aus Polen wurden an uns weitergeleitet usw. Interessant war auch von einigen älteren ehemaligen Spitfire-Fahrern zu hören, die mit Glanz in den Augen erzählten, was sie alles mit dem Auto erlebt hatten und wie schön es war.
Ein ganz besonderes Erlebnis war der Besuch eines Blinden, der gerne einmal die Autos befühlen wollte und da er z.B. bei Museen bisher noch nie die Erlaubnis des Anfassens bekommen hatte, gar nicht mit einer Zusage gerechnet hatte. Andrea besichtigte mit ihm ein Auto nach dem Anderen und es war wirklich erstaunlich, wie dieser Mann mit seinen Fingern die Feinheiten der Autos ertastet hat. Als er sich mit seiner Frau verabschiedete und sich überschwänglich bedankte, hatte er Tränen in den Augen, alleine für diesen Moment hat sich die ganze Arbeit schon gelohnt.
Es kamen auch tatsächlich Interessierte von weit her, das Ehepaar Krupke aus Gütersloh vom Club "Altes Blech", der Armin aus Gunzenhausen, der mittags per Bahn kam und am Nachmittag wieder abfuhr, ihm konnten wir die Angst vor den Reparaturen und den Kosten für dieses Auto nehmen und ich denke mittlerweile gehört er vielleicht auch schon zu den Spitfire-Fahrern.
Ein witziges Ereignis war noch die Erscheinung der CD von DJ Spitfire (Freunde von ihm hatten das Auto auf der Autobahn gesehen und fanden, es wäre ein Klasse Name). Der DJ (mit richtigem Namen heißt er Stefan Kories) stammt aus Lübeck und hat gedacht, unsere Ausstellung wäre eine Promo-Idee seiner CD-Firma, leider gefehlt. Er wollte dann auch gerne den Spitfire von Rene für eine Fotosession buchen, ich weiß aber nicht, was bisher daraus geworden ist. Ich musste mich in die CD erst reinhören, ist sehr "trance-mäßig", wie mir der Spitfire DJ schon vorher gesagt hatte, aber wer auf Techno steht, sollte sie sich anhören.
Am 1. Wochenende kamen uns dann Jürgen und Wiebke aus Seevetal mit ihren Modellautos, sowie Jogi aus Bremen besuchen. Eigentlich wollten Jogi und Ulli Vergaser und Luftfilter an Ullis Spiti einbauen, aber leider haute es nicht so hin, da man Ulli die falschen SU-Teile verkauft hatte, Jogi stellte dann nebenbei noch fest, das zwei verschiedene Düsennadeln im Vergaser waren (oder auch noch sind?) und damit blieb es dann erst mal nur beim Reinigen der Vergaser. (Bild u.l. Herr Dipl.Spitfire Ing. Prof. hc Jogi und sein Azubi Ulli)

Am Abend gab es dann natürlich als Feierabendbier das gute Spitfire Ale (auch im gut sortierten Citti-Markt erhältlich) und dann sind wir noch lecker beim Amerikaner essen gegangen. Am Samstag hatten wir nur einen "kurzen" Tag, bis 16 Uhr und danach sind wir dann noch zum Tag der offenen Tür in Stevie´s Garage in Eutin gewesen, auch nett dort. Am Sonntag war dann nach dem Frühstück Oldtimer- und Teilemarkt in Lübeck/Blankensee angesagt. Dort waren dann auch wieder Jürgen und Wiebke mit dabei, aber leider hat es an dem Tag aus Kübeln geschüttet und wir haben dann am frühen Nachmittag beschlossen uns lieber ein trockenes Plätzchen zu suchen und das Wochenende ausklingen zu lassen.
Die zweite Woche im Citti-Park war ein leichtes Spiel, mittlerweile hatte man das Gefühl, man wäre schon immer dort gewesen und irgendwie kam man sich wie in einer großen Familie vor.
Da die regionale Presse auch ordentlich Werbung für unsere Veranstaltung gemacht hatte und der Termin auch im Oldtimer Markt stand, war das Interesse an den Autos nach wie vor ungebrochen und wir führten wieder viele nette Benzingespräche. Das Wochenende war schnell da und dann war richtig was los. Am Freitag waren wir mit Chrissi,Hans-Jörg und Jacqueline schon zu viert und dann kamen am nachmittag die Berliner, nämlich Birgit, Günter, Hans und Hans-Georg mit 4 Spitfire`n dazu. An dieser Stelle noch mal vielen Dank für den Besuch, war wirklich klasse!
Abends haben wir dann Ratzeburg unsicher gemacht und am Samstag war dann der Showdown.
Der Citti-Park hatte uns für den letzten Tag noch eine Band bezahlt, die Stewball-Revival-Band, die haben dann ordentlich abgerockt und gute Laune verbreitet (s. Bild oben).

Tja, dann ging es noch ans Abbauen und schon war die Zeit um, verging im nachhinein wie im Flug. Auch wenn wir unseren Urlaub geopfert haben, hat es sich auf jeden Fall gelohnt. Die Resonanz war soooo positiv, das wir überlegen es nächstes Jahr zu wiederholen, dann allerdings nur für ein paar Tage. Schade fanden wir nur, das es kaum Clubmitglieder gab, die mal vorbeigeschaut haben.

Bedanken möchten wir uns bei Folgenden, die ihr Lieblingsstück bei uns ausgestellt haben:

Desweiteren bei:

Bis nächstes Jahr in Lübeck?!
Wir hatten viel Spaß und man kann seinen Urlaub auch auf diese Art gut verbringen.

Die "Citti-Park-Geschädigten"
Andrea und Ull



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